Über uns

Das BodhidharmaZendo ist eine Gruppe von Zen-Praktizierenden unter der Leitung von Seigaku Kigen Oshō. Er ist Rinzai-Zen-Priester und wurde 1991 zum Mönch ordiniert. Der 1979 gegründete Verein betreibt ein Meditationszentrum in Wien, Graz und Klagenfurt und ein Zen-Zentrum auf der Hohen Wand.

Geschichte des BodhidharmaZendos

Zen Österreich

Alles begann mit einer kleinen Zen-Gruppe unter der Leitung von Franz Ritter, die seit 1976 im Buddhistischen Zentrum am Dannebergplatz, 1030 Wien, praktizierte. Im Sommer 1979 kam Seiun Genro Dai Oshō aus den USA zurück nach Wien. Bald nach seiner Ankunft stieg die Mitgliederzahl stark an. Das neugegründete BodhidharmaZendo – und mit ihm das Buddhistische Zentrum – übersiedelten Anfang 1980 in das Haus am Fleischmarkt 16, 1010 Wien. Von Beginn an wurde regelmäßig an drei Abenden in der Woche Zazen unter der Leitung von Seiun Genro Dai Oshō angeboten. Später kamen zweimal pro Woche frühmorgendliche Sitzperioden hinzu.

Seit Anfang der 1980er Jahre veranstaltet das BodhidharmaZendo regelmäßig Sesshins und Zazenkais (Retreats also Meditations-Wochenenden). Anfangs im Buddhistischen Zentrum Scheibbs, welches von Seiun Genro Dai Oshō mit aufgebaut wurde, und seit 2016 im BergZendo, unserem heutigen Meditations- und Seminarzentrum auf der Hohen Wand. Zusätzlich werden regelmäßig Zazentage und Nachtsitzen/Yaza (Zen-Meditation), Dharma-Studium (Zen-Lehre) und Einführungskurse im StadtZendo Wien abgehalten.

Bis 1999 kam auch Genros Lehrer – Kyozan Joshu Sasaki Rōshi – regelmäßig nach Österreich, um Dharma-Vorträge zu halten, Sesshins zu leiten und mit der Sangha Kōan-Praxis zu üben. Viele unserer Mitglieder sind immer wieder ins Mount Baldy Zen Center (USA) gereist, um mit Kyozan Joshu Sasaki Rōshi Zen zu praktizieren. Einige von ihnen blieben mehrere Jahre in Mt. Baldy und manche wurden von Rōshi zu Zen-Mönchen/-Nonnen und Oshōs (Priester) ordiniert. In anderen Zen-Linien wurden auch zwei Schüler von Genro zu Rōshis ordiniert. 

1989 wurde Seiun Genro Dai Oshō zum »Acting Rōshi« (Zen-Meister) ernannt. Er war damit ermächtigt, Sanzen bzw. Koan-Praxis zu geben. Diese Art der Praxis ist ein wesentliches Merkmal der Rinzai-Schule. Zahlreiche Mitglieder konnten sie mit ihm bis zu seinem Tod ausüben. Seiun Genro Dai Oshō verstarb im November 2010.

Im März 2012 übernahm Seigaku Kigen Oshō die spirituelle Leitung des BodhidharmaZendos. Unter seiner Führung werden regelmäßig Zen-Retreats sowie Veranstaltungen in Wien und am BergZendo Hohe Wand abgehalten.

Der Verein zur Förderung des Zen-Buddhismus

Der Verein wurde 1979 von Seiun Genro Dai Oshō gegründet. Der Verein bildet den äußeren, rechtlichen Rahmen des BodhidharmaZendo. Der Vorstand besteht aus dem Obmann, dem Kassier, einem Schriftführer und weiteren Mitgliedern. Er nimmt alle administrativen Aufgaben des Vereins wahr. Dazu gehört die Verwaltung der Vereinsmitgliedschaften, der Betrieb der Seminarstätten in Wien und auf der Hohen Wand, die Gesamtverantwortung über die Finanzgebarung und sonstige verwaltungsrelevante Belange.
Die Vereinsmitgliedschaft ist Voraussetzung für eine regelmäßige Zenpraxis im BodhidharmaZendo. Ungefähr 120 Mitglieder, einige davon seit Vereinsgründung, tragen dazu bei, dass sich der seit Jahrzehnten bestehende aktive Sangha lebendig weiterentwickelt.

Der Rinzai-ji Orden Österreich

Der Orden wurde 1983 von Seiun Genro Dai Oshō gegründet. Dies geschah im Zuge der Anerkennung der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft (ÖBR). Er folgt der Tradition des Rinzai-Zen und der Lehre von Kyozan Joshu Sasaki Rōshi. Die Funktion des Abtes wurde bis November 2010 von Seiun Genro Dai Oshō ausgeübt. Im März 2012 übernahm Seigaku Kigen Oshō die spirituelle Leitung des BodhidharmaZendo. Seit Ende November 2019 ist Seigaku Kigen Oshō Abt des Rinzai-ji Ordens Österreich.

Die Ordensmitglieder bemühen sich, aufgrund des von ihnen abgelegten Bodhisattva-Gelübdes, nach besten Kräften zu praktizieren und nach ihren Möglichkeiten die Sangha zu unterstützen. Der Orden ist Mitglied in der ÖBR (Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft) und entsendet regelmäßig ein Mitglied in den ÖBR-Sangha-Rat. Die Ordensmitglieder unterstützen die Sangha unter der Führung des Abtes in ihrer spirituellen Praxis. Insbesondere tragen sie zur Aufrechterhaltung dieser Praxis im Wiener Stadtzentrum und am BergZendo Hohe Wand bei.

Die Aufnahme in den Orden erfolgt auf eigenes Ansuchen oder über Einladung durch den Abt. Voraussetzung ist mehrjährige Zen-Praxis und die Ablegung des Bodhisattva-Gelübdes (Jukai Zeremonie, mit der man sich zum Buddhismus bekennt).


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